{"id":684,"date":"2011-10-23T16:42:42","date_gmt":"2011-10-23T14:42:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.speedyj.de\/?p=684"},"modified":"2011-10-23T16:42:42","modified_gmt":"2011-10-23T14:42:42","slug":"diskmanagement-unter-windows","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.speedyj.de\/?p=684","title":{"rendered":"Diskmanagement unter Windows"},"content":{"rendered":"<p>In der heutigen Zeit arbeiten wir mit einer Vielzahl von Speichermedien. Zum Beispiel eine oder mehrere intern fest verbaute Festplatten, extern angeschlossene Speichersticks und viele mehr. Um die \u00dcbersicht zu behalten, weist Windows diesen Ger\u00e4ten sogenannte Laufwerksbuchstaben (A &#8211; Z) zu, wie zum Beispiel E:\\, welche als Volumes bezeichnet werden. Doch was kann man damit noch tun?<\/p>\n<h3><strong>Bereitstellung in einem Unterverzeichnis<\/strong><\/h3>\n<p>Man kann einem Speichermedium nicht nur einen Laufwerksbuchstaben zuordnen, sondern dies auch an einem bestimmten Platz im Dateisystem einh\u00e4ngen. Dazu \u00f6ffnet man die Datentr\u00e4gerverwaltung: Start -&gt; Rechtsklick auf Computer -&gt; Verwalten -&gt; Datentr\u00e4gerverwaltung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/disk-management.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-685\" title=\"disk-management\" src=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/disk-management-300x182.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/disk-management-300x182.png 300w, https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/disk-management.png 829w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie im Bild zu sehen ist, gibt es noch eine zweite unformatierte Festplatte. Dort legt man ein neues Volume an, weist diesem jedoch kein Laufwerksbuchstaben zu, sondern ein entsprechendes Verzeichnis, in welchem der Speicherplatz zuk\u00fcnftig erreichbar ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/mount-volume.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-686\" title=\"mount-volume\" src=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/mount-volume-300x230.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/mount-volume-300x230.png 300w, https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/mount-volume.png 503w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach dem Einrichten des Volumes kann man \u00fcber den Explorer ganz normal darauf zugreifen. Dabei wird der Mountpoint (also der Punkt, an dem die Festplatte ins Dateisystem eingeh\u00e4ngt wird) gesondert dargestellt. Zum Beispiel wird dort die Gr\u00f6\u00dfe des Volumes angezeigt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/explorer-mountpoint.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-687\" title=\"explorer-mountpoint\" src=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/explorer-mountpoint-300x143.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"143\" srcset=\"https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/explorer-mountpoint-300x143.png 300w, https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/explorer-mountpoint.png 778w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um nun festzustellen, wie viel Platz auf dem Volume noch frei ist, \u00f6ffnet man den Eigenschaftendialog. Dort gibt es einen weiteren Button, um zu den Eigenschaften des Volumes zu gelangen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/properties1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-692\" title=\"properties\" src=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/properties1-223x300.png\" alt=\"\" width=\"223\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/properties1-223x300.png 223w, https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/properties1.png 468w\" sizes=\"auto, (max-width: 223px) 100vw, 223px\" \/><\/a><\/p>\n<p>So k\u00f6nnte man z.B. bei Platzmangel auf einem Laufwerk einfach zus\u00e4tzlichen Speicher einh\u00e4ngen oder bestimmte Verzeichnisse auf ein anderes Volume legen um Platz frei zu bekommen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Hinweis:<\/span> Das Verlegen von vorhandenen Verzeichnissen ist nur dann m\u00f6glich, wenn es im betreffenden Verzeichnis keine ge\u00f6ffneten\/gesperrten Dateien mehr gibt. Z.B. ist das Verschieben von C:\\Users nicht so einfach, da die Registrierungsdatenbanken der angemeldeten Nutzer immer in Verwendung sind. Um solche Verzeichnisse auf ein anderes Volume zu verschieben, muss man das System mit Hilfe der Reparaturkonsole starten und die \u00c4nderungen bei nicht laufendem Betriebssystem durchf\u00fchren.<\/p>\n<h3><strong>Virtuelle Disks<\/strong><\/h3>\n<p>Tja, aber was tun, wenn man keinen unpartitionierten Festplattenplatz zur Verf\u00fcgung hat?<\/p>\n<p>In diesem Fall kann man virtuelle Datentr\u00e4ger verwenden. Dies sind Dateien, welche als Datentr\u00e4ger genutzt werden k\u00f6nnen. Eine Art Container-Datei also.<\/p>\n<p>Man kann diese auch \u00fcber die Datentr\u00e4gerverwaltung erstellen. Im Men\u00fc Aktion findet man hierf\u00fcr den Eintrag &#8222;Virtuelle Festplatte erstellen&#8220;.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/virt-disk-wiz.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-694\" title=\"virt-disk-wiz\" src=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/virt-disk-wiz-300x182.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"182\" srcset=\"https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/virt-disk-wiz-300x182.png 300w, https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/virt-disk-wiz.png 828w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachdem man die Gr\u00f6\u00dfe, den Typ und den Speicherort der virtuellen Festplatte angegeben hat, wird das neue Volume in der Datentr\u00e4gerverwaltung angezeigt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/vdisk-volume.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-695\" title=\"vdisk-volume\" src=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/vdisk-volume-300x51.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"51\" srcset=\"https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/vdisk-volume-300x51.png 300w, https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/vdisk-volume.png 503w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun muss der Datentr\u00e4ger nur noch initialisiert werden und dann kann man auf diesem eine Partition anlegen, einen Laufwerksbuchstaben zuordnen oder wie oben bereits beschrieben, unter einem beliebigen Verzeichnispfad einh\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Zum Testen ist das eine super Sache, da man die VHD-Dateien (Virtual Hard Disk) sehr einfach auf ein anderes System kopieren und dort verwenden kann. Ein kleiner Nachteil ist zu beachten: Da es sich eigentlich um Dateien handelt, sinkt die Lese- und Schreibgeschwindigkeit bei einer virtuellen Disk. D.h. man sollte den Einsatz von virtuellen Disks bei I\/O intensiven Programmen sehr genau abw\u00e4gen.<\/p>\n<h3><strong>Virtuelle Disks nach Reboot<\/strong><\/h3>\n<p>Einen wichtigen Punkt gibt es jedoch zu beachten. Nach einem Neustart des Systems werden virtuelle Disks nicht sofort wieder bereitgestellt. Hat man z.B. eine Virtuelle Disk unter C:\\Test eingeh\u00e4ngt, dann existiert das Verzeichnis C:\\Test nach einem Neustart noch immer. Beim Versuch in dieses Verzeichnis zu wechseln, erh\u00e4lt man jedoch eine Fehlermeldung.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/error-not-attached-vdisk.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-697\" title=\"error-not-attached-vdisk\" src=\"http:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/error-not-attached-vdisk-300x143.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"143\" srcset=\"https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/error-not-attached-vdisk-300x143.png 300w, https:\/\/blog.speedyj.de\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/error-not-attached-vdisk.png 776w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Daher m\u00fcssen vDisks nach einem Reboot erst wieder beim System angef\u00fcgt werden. Daf\u00fcr gibt es in der Datentr\u00e4gerverwaltung den Men\u00fcpunkt &#8222;Aktion -&gt; Virtuelle Festplatte anf\u00fcgen&#8220;. Danach kann man auch wieder auf das zugeordnete Verzeichnis (also hier im Beispiel auf C:\\Test) zugreifen. Ein erneutes Einh\u00e4ngen ins Dateisystem ist somit nicht notwendig.<\/p>\n<h3><strong>F\u00fcr Fortgeschrittene<\/strong><\/h3>\n<p>In den vorherigen Abschnitten wurden die M\u00f6glichkeiten der grafischen Tools beschrieben, um mit Volumes und Virtuellen Disks zu arbeiten. Doch manchmal wird es notwendig, dass man den Bereitstellungsprozess automatisiert. Hier kommen dann h\u00e4ufig entsprechende Kommandozeilen-Tools zum Einsatz. Deswegen wollen wir uns die gleichen Befehle nochmal in diesem Bereich anschauen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Wichtig:<\/span> Die nachfolgenden Befehle k\u00f6nnen nur ausgef\u00fchrt werden, wenn der Nutzer mit Admin-Rechten ausgestattet ist. Anderenfalls erh\u00e4lt man eine &#8222;Zugriff verweigert&#8220; Meldung.<\/p>\n<p>Ok, beginnen wir wieder am Anfang. Der Ausgangspunkt ist eine zweite unpartitionierte aber initialisierte Festplatte. Als n\u00e4chstes wird eine Eingabeaufforderung mit Administrator-Berechtigung gestartet und dann sind folgende Befehle einzugeben.<\/p>\n<pre style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #888888;\">C:\\Windows\\system32&gt;cd \\<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">C:\\&gt; mkdir TestDik<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">C:\\&gt; diskpart<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">DISKPART&gt; SELECT DISK 1<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">DISKPART&gt; CREATE PARTITION PRIMARY<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">DISKPART&gt; ASSIGN MOUNT=C:\\TestDik<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">DISKPART&gt; EXIT<\/span><\/pre>\n<p>So, gehen wir die einzelnen Befehl der Reihe nach durch. Zun\u00e4chst wird mittels &#8222;cd \\&#8220; in das Verzeichnis gewechselt, wo im n\u00e4chsten Schritt mit &#8222;mkdir&#8220; ein neues Verzeichnis f\u00fcr das sp\u00e4tere Einh\u00e4ngen des Volumes erstellt wird. Danach wird diskpart gestartet, die zweite Platte ausgew\u00e4hlt (SELECT DISK 1 ; Nummerierung beginnt bei 0, daher wird hier die zweite Platte selektiert) und auf dieser eine prim\u00e4re Partition erstellt, welche s\u00e4mtlichen verf\u00fcgbaren Platz in Anspruch nimmt. Mit dem ASSIGN-Befehl wird der eben erzeugten Partition ein Verzeichnis zugewiesen, wo die Partition bereitgestellt wird.<\/p>\n<p>Als n\u00e4chstes ein Beispiel, f\u00fcr das Erstellen eine virtuellen Disk per Kommandozeile.<\/p>\n<pre style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #888888;\">C:\\&gt; mkdir TestVDisk\r\nC:\\&gt; diskpart\r\nDISKPART&gt; CREATE VDISK FILE=\"C:\\TestDisk\\vdisk.vhd\" MAXIMUM=1000\r\nDISKPART&gt; ATTACH VDISK<\/span><span style=\"color: #888888;\">\r\nDISKPART&gt; CREATE PARTITION PRIMARY<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">DISKPART&gt; FORMAT FS=NTFS QUICK<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">DISKPART&gt; ASSIGN MOUNT=C:\\PortableApps\r\nDISKPART&gt; EXIT<\/span><\/pre>\n<p>Auch hier wird zun\u00e4chst ein Verzeichnis angelegt, wo sp\u00e4ter die Festplatte eingeh\u00e4ngt werden soll. Dann wird diskpart aufgerufen und mittels &#8222;CREATE VDISK&#8220; eine Container-Datei angelegt. Diese Datei wird mittels &#8222;ATTACH VDISK&#8220; am System angemeldet, eine Partition angelegt und mit NTFS formatiert. Zum Schluss wird der Partition mittels &#8222;ASSIGN&#8220; wieder ein Verzeichnis zugewiesen.<\/p>\n<p>Um nun nach einem Systemneustart die virtuelle Disk wieder beim System anzumelden, muss man folgende Befehl ausf\u00fchren.<\/p>\n<pre style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #888888;\">C:\\&gt; diskpart\r\nDISKPART&gt; SELECT VDISK FILE=\"C:\\TestDisk\\vdisk.vhd\"<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">DISKPART&gt; ATTACH VDISK<\/span>\r\n<span style=\"color: #888888;\">DISKPART&gt; EXIT<\/span><\/pre>\n<p>Das &#8222;diskpart&#8220; Programm kann man auch im Skript-Modus starten. Dies erfolgt mit dem &#8222;\/s&#8220; Schalter. Speichert man die oben gelisteten Befehle in einer Textdatei (z.B. C:\\Scripts\\mount_vdisk.txt), dann kann man \u00fcber folgenden Befehl die Aktionen ausf\u00fchren lassen.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><span style=\"color: #888888;\">C:\\&gt; diskpart \/s C:\\Scripts\\mount_vdisk.txt<\/span><\/p>\n<p>Pakt man diesen Befehl wiederum in eine bat-Datei, k\u00f6nnen virtuelle Disks auch automatisch nach einem Neustart beim System angemeldet werden.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr viele sind das hier sicherlich keinen neuen Informationen. Die Funktionen f\u00fcr virtuelle Disks sind bereits seit Windows Vista verf\u00fcgbar. Da aber so mancher Vista ausgelassen hat, d\u00fcrfe das doch noch f\u00fcr den Einen oder Anderen interessant sein. Vielleicht zeige ich in einem weiteren Beitrag einige praktische Einsatzm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der heutigen Zeit arbeiten wir mit einer Vielzahl von Speichermedien. 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