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Nach Löschen Festplatte defekt?

Sonntag, März 18th, 2012

Manchmal können die einfachsten Dinge einen plötzlich in den Wahnsinn treiben. Ein Bekannter möchte seinen Rechner inkl. Festplatte weiterverkaufen. Nur sollen die Daten von der Festplatte gelöscht werden. Also hat er mittels PartedMagic-LiveCD gebootet und dann aus dem Menü „System Tools“ den Eintrag „Erase Disk“ gestartet und die gesammte Festplatte mit Nullen überschrieben. Der Vorgang dauerte ein paar Stunden, endete aber ohne Fehler. Doch dann die Überrraschung. GParted erkennt as Laufwerk nicht mehr.

Analyse

Jetzt darf ich ran … erstmal mit PartedMagic, wenn es denn schonmal zur Hand ist. Der Start von GParted dauert sehr lange, zum Schluss wird aber kein Gerät zur Auswahl angeboten. Der nächste Schritt ist erstmal ein Smart-Test mittels SmartControl (auch bei PartedMagic enthalten). Dort wird die Festplatte noch korrekt angezeigt und auch die Selbsttests liefern keine Fehler. Ein Versuch die Platte mittels fdisk einzurichten, liefert jedoch „input/output error“ zurück.

„Gut“ denke ich, dann wird die Platte eben in meinem PC eingebaut und dort neu initialisiert. Windows erkennt die Platte und die Datenträgerverwaltung fragt nach, ob das Gerät mit einem MBR versehen werden soll. Es dauert einen Moment, dann wird der Vorgang mit „I/O Error“ abgebrochen.

Nun bin ich etwas ratlos, noch kann ich mir das überhaupt nicht erklären. Es handelt sich um eine Seagate Festplatte. Um genau zu sein um das Model ST3250623A, also eine IDE/ATA Platte. Also kurzerhand vom Hersteller die „SeaTools 4 DOS“ heruntergeladen und gestartet. Auch dieses Tool stellt verschiedene Festplattentests zur Verfügung. Der „Short-Self-Test“ läuft ohne irgendeinen Fehler durch. SeaTools bietet auch die Möglichkeit die gesammte Festplatte zu löschen. Doch dieser Vorgang bricht direkt nach dem Start mit der Meldung „FAILED“ ab. Zum Schluss versuche ich noch den „Long-Self-Test“. Dieser berichtet, dass die ersten Sektoren der Platte nicht gelesen werden können. Ein Versuch diese Sektoren zu reparieren schlägt auch wieder fehl.

Nach erfolglosem Suchen im Internet fällt mir jedoch auf, dass SeaTools beim Erkennen der Festplatte neben anderen Informationen auch die folgenden Zeilen ausspuckt.

Security features enabled
This Drive is Security Locked

Nachdem ich erneut ein Vielzahl von Beiträgen im Netz gelesen habe, stolpere ich über diesen Thread: „This Drive is Security Locked – Help„. Der letzte Eintrag lieferte mir endlich hilfreiche Informationen.

Fehlerbeseitigung

Die Festplatten haben eine Art Security-Funktion, die den Zugriff auf das Gerät sperren können. Das Tool HDAT2 bietet die notwendigen Funktionen, um auf diese Security-Features zuzugreifen. Das Programm ist schnell runtergeladen, das ISO auf eine CD gebrannt und gebootet. Doch der oben genannte Beitrag geht nicht allzu sehr ins Detail. Die Seite seagateunlock.com liefert aber die restlichen sehr wichtige Informationen zum auszuführenden Vorgang.

Tja, die Festplatte ist mit einem kleinen roten Ausrufezeichen versehen und im unteren Bereich steht dazu auch noch der Hinweis: „SECURITY: Enabled + Locked“. Jetzt wählt man also die Festplatte mit der Enter-Taste aus und wechselt dann ins Untermenü „Security“. Als erstes muss man nun ein Unlock durchführen.

Wie im Screenshot zu sehen ist, muss man mittels der Taste „I“ den Identifier von „User“ auf „Master“ ändern und das entsprechende Master-Passwort eingeben. Dieses Passwort habe ich von der seagateunlock Seite. Dann mittels „S“-Taste (SET) die Eingaben bestätigen. Das Programm fragt jetzt nochmal, ob man den Unlock wirklich ausführen möchte. Bei erfolgreichem Unlock erhält man eine entsprechende Meldung im unteren Bereich.

Doch das reicht noch nicht, um die Platte sauber zu entsprerren. Schritt zwei ist die Funktion „Disable Password“. Hier muss man wieder darauf achten, dass der Identifier auf „Master“ zu stellen ist und das korrekte Master-Passwort eingetragen ist. Wenn man auch das erledigt hat, sollten die roten Menüfunktionen verschwunden sein. Wenn man jetzt zurück ins Hauptmenü geht, sieht man folgendes:

Wunderbar, der Locked-Hinweis ist nicht mehr vorhanden. Zum Schluss sollte man das Programm verlassen und den Rechner komplett ausschalten. Die Änderungen werden laut der Beschreibung nur dann komplett wirksam, wenn die Platte aus- und wieder eingeschaltet wurde.

Ein Abschließender Test mit GParted zeigt, dass die Platte jetzt wieder erkannt wird. Endlich.

Fazit

Wie uns Wikipedia sagt, gehören die Security-Funktionen zum Standard-Befehlssatz von P-ATA und ist nicht herstellerspezifisch. Trotzdem habe ich es vorher noch nie geschafft eine Platte in diesen Zustand zu bringen. Zudem frage ich mich, wie die Master-Passwörter bei anderen Herstellern lauten. Naja, heutzutage hat man ja nur noch sehr selten eine PATA-Festplatte in der Hand. Ich hoffe, dass es das letzte Mal war.

Links

Parallel-ATA bei Wikipedia
www.hdat2.com
www.seagateunlock.com

 

Die Macht der Strippen

Freitag, Juni 5th, 2009

Nein, es handelt sich hier nicht um einen erotischen Artikel. Es geht um die nackten … ähm, die reinen Fakten. 😉 Wer also etwas anders als einen technischen Bericht erwartet, sollte woanders suchen.

Am Anfang war alles gut..

Anfang 2007 stellte ich mir einen neuen Rechner zusammen. Dieser bestand unter anderem aus einem ASUS-Mainboard und zwei Festplatten von Western Digital. Da das Mainboard über einen RAID-Controller verfügt und mir die Geschwindigkeit bei Spielen und Dateioperationen wichtig ist, wurden beide Festplatten zu einem RAID-0-Array verbunden. Alles funktionierte wunderbar und ich war ein zufriedener Besitzer eines neuen PCs.

Der Ärger begann …

Mitte 2008, als der Datendurchsatz meiner Festplatten merklich sank. Das System reagierte teilweise überhaupt nicht mehr oder benötigte für Aufgaben mehrere Minuten, die normalerweise im Bruchteil einer Sekunde erledigt wurden. Nach den ersten Anzeichen erstellte ich sofort ein komplettes Backup, so dass ich vor Datenverlust geschützt war. Einige Wochen später konnte ich trotz mehreren Tests die Ursache des Problem noch immer nicht exakt bestimmten. Jedoch waren definitiv beide Festplatte betroffen. Vom Gehäusehersteller war der Verbau der Festplatten in ein Schaumstofffach vorgesehen, welches die hörbare Geräuschentwicklung der Platten vermindern sollte. Zum Abführen der entstehenden Wärme wurde ein großes Kühlblech an die Festplatten geschraubt. Da die Datenrate der Festplatte teilweise nur noch 1 – 2 MB/s betrug, war meine Vermutung, dass die Kühlung der Platten nicht ausgereicht hat und daher die Elektonik kaputt gegangen ist. Aufgrund der schwankenden Stabilität entschied ich mich im September 2008, eine neue Festplatte zu kaufen. Diese war entsprechend groß um beide vorhandenen Platten zu ersetzen. Diesmal habe ich die Platte in einen normalen 3,5″-Schacht eingebaut. So wollte ich Wärmeproblemen aus dem Weg gehen. Noch eine Neuinstallation und Rücksicherung meiner Daten durchgeführt, und schon lief das System wieder fehlerfrei.

3 Monate später …

begann das Spiel von neuem. Das System reagierte merklich langsamer. Da die Festplatte nicht alt war und ich schon 3 Monate vorher Festplatten ausgetauscht hatte, suchte ich erneut nach anderen Fehlern. Treiber und Systemeinstellungen wurden überprüft. Nichts. Dann entschied ich mich für ein BIOS-Update. Und da ASUS ein super Tool für das Update unter Windows anbietet, hab ich natürlich direkt im laufenden Betrieb ein neues BIOS eingespielt. Doch dummerweise ist dabei etwas schiefgegangen. Nach dem Löschen konnte das neue BIOS nicht geschrieben werden. Das Mainboard war danach nicht mehr zu gebrauchen. Wenn man den Rechner einschaltete liefen zwar die Geräte an, aber es wurde vom BIOS weder die Grafikkarte initialisiert, noch sonst irgendwelche Signale ausgegeben. Also am 20.12.2008 ein neues Mainboard von Gigabyte gekauft (was auf die Schnelle eben verfügbar war) und eingebaut. Neuinstallation war zum Glück nicht notwendig. Vorerst lief das System wie gewohnt.

Etwas über eine Woche später begann das System jedoch wieder zu zicken. Nach Einbau des neuen Mainboards hatte ich vergessen, die S.M.A.R.T.-Überwachung der Festplatte zu aktivieren. Als ich das nachgeholt hatte, wurde auch sofort ein Fehler von der Platte gemeldet. Ein direkter Umtausch der Festplatte im Geschäft war nicht möglich. Die Festplatte müsse durch den Hersteller überprüft werden, was einige Wochen dauern kann. Daher habe ich am 30.12.2008 eine neue Festplatte gekauft und einige Tage später die defekte Platte an den Hersteller zurücksenden lassen. Nun führte ich wieder eine Neuinstallation durch und spielte meine persönlichen Daten auf. Das System lieft wieder ohne Fehler.

6 Wochen später konnte ich mir beim Verkäufer eine neue Festplatte abholen. Ich entschied mich, diese als zusätzlichen Datenspeicher zu benutzen. Die Platte musste ich direkt unter der bereits vorhandenen Festplatte einbauen. Dabei stellte ich fest, dass ich das abgewinkelte SATA-Kabel der bisher vorhandenen Platte nicht weiter benutzen kann. Die neue Platte war dem Kabel einfach im Weg. Dem Gigabyte-Board waren jedoch orange SATA-Kabel ohne abgewickelte Stecker beigelegt. Also tauschte ich das Kabel der Hauptplatte entsprechend aus. Die neu eingebaute Festplatte hab ich weiterhin mit dem abwinkelten SATA-Kabel angeschlossen.

Bis Mai 2009 …

war ich jedoch mit meiner neuen Datenfestplatte nicht so richtig zufrieden. Immer wieder zeigte sich ein Verhalten mit Datenübertragungen zwisch 1 – 2.5 MB/s. S.M.A.R.T.-Fehler wurden diesmal jedoch nicht gemeldet. Und zeitweise war auch ein performanter Zugriff möglich. Aber ich nutzte die Platte nur selten. Doch dann konnte ich plötzlich auf kürzlich gespeicherte Dateien nicht mehr zugreifen. Nun war es wieder an der Zeit für ein Backup. Danach versuchte ich mit Tools des Herstellers (Seagate) Licht ins Dunkel zu bringen. Wenn ich dort Langzeittests durchführte, schlugen diese immer fehl. Aber es gab keinen Fehlerhinweise oder ähnliches. Unter DOS blieben die Tests nach einigen Minuten einfach stehen und reagierten nicht mehr auf Eingaben.

Somit brachte ich die Festplatte wieder zum Händler und schilderte die Symptome. Eine Woche später rief mich der Händler an. Die Platte habe man mehrere Tage getestet und dabei keinen Fehler feststellen können. Bei mir trat das Verhalten aber schon nach wenigen Minten auf. Diese Woche habe ich die Platte dann wieder abgeholt und im Rechner eingebaut. Sie zeigte das gleiche Bild wie zuvor. Unter DOS blieb die Testanwendung nach einigen Minuten einfach stehen.

Da die Primäre-Systemplatte jedoch fehlerfrei funktionierte, konnte ich ein generellen Fehler des Mainboards ausschließen. Mein nächster Gedanke war, dass der Controlleranschluss des Mainboards defekt sei. Ich steckte die Platte daher an einen der vielen anderen SATA-Anschlüsse. Doch bei Tests stellte sich erneut das Verhalten ein, wenn auch erst nach einer viel längeren Zeit. Nächster Schritt: Die Platte am Anschluss der funktionierenden Systemfestplatte testen. Da sich das Umstecken der Kabel auf dem Mainboard relativ schlecht bewerkstelligen lies, habe ich direkt das Kabel von der Systemplatte (die brauchte ich für einen Test ja nicht) an die Datenplatte angeschlossen. Der jetzt gestartete Langzeittest lief und lief und lief. Auch das vollständige Löschen der Platte war nach 2 Stunden erfolgreich beendet. So richtig wollte ich aber nicht glauben, dass bis auf den ersten Anschluss des SATA-Controllers alle Anschlüsse defekt sind.

Da bemerkte ich, dass ich an dem funktionierenden Anschluss das von Gigabyte mitgelieferte SATA-Kabel verwende. Im Gegensatz zur Datenplatte. Dort habe ich nachwievor das zum ASUS-Board gehörenden Kabel verwendet. Nachdem ich auch dieses Kabel ersetzt hatte, war das Nutzen der Datenplatte kein Problem mehr. Ich konnte es kaum glauben … und es kommt noch besser. Die vor einem Jahr als defekt eingestuften WD-Festplatten funktionieren mit dem neuen Kabel auch fehlerfrei.

Fazit

Es zeigt sich mal wieder, dass man an die einfachste Fehlerursache, ein fehlerhaftes Kabel oder eine fehlerhafte Steckverbindung, erst zuletzt denkt. Sämtliche Festplattenproblem der letzten 1 ½ Jahren sind vermutlich auf den Einsatz dieser SATA-Kabel zurückzuführen. Selbst die zurückgegeben Festplatte, welche S.M.A.R.T.-Fehler gemeldet hat, ist vermutlich gar nicht defekt. Der S.M.A.R.T-Mechanismus überwacht bestimmte Informationen der Festplatte und sobald diese zu oft aus dem zuläßigen Bereich laufen, wird ein Fehler signalisiert. Durch das Kabel herbeigeführte Datenfehler könnten somit zur Anzeige eines Festplattenfehlers geführt haben, die Platte wäre jedoch völlig in Ordnung.

Und was ist nun der Unterschied zwischen den beiden verwendeten SATA-Kabeln?

Ganz einfach. Die zuerst verwendeten SATA-Kabel haben keinen Clip-Verschluss und sehen wie folgt aus.

sata1

Die neueren Kabel hingegen sind mit einem zusätzlichen Clip-Verschluss ausgestattet. Somit halten diese besser in den Buchsen.

satacable

Kabel gehören mittlerweile zu den alltäglichsten Elektronikartikeln. Da vergisst man schnell, dass auch diese wichtig sind. Und bei den hohen Übertragungsraten von 3 GB/s „Macht“ eine kleine Halterung den Unterschied.

Gekostet hat mich diese Erfahrung übrigens rund 300 Euro (zwei Festplatten + ein Mainboard) und jede Menge Zeit.

Endlich Internetradio ohne PC

Samstag, April 4th, 2009

Seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einer Musikanlage, die meine ganz speziellen Anforderungen erfüllt. Bis heute bin ich nicht fündig geworden. Warum nicht? Nun vermutlich habe ich zu viele Anforderungen.

Ein großes Problem sind dabei meine Ansprüche ans Internetradio. Viele Hersteller schreiben das groß in ihren Funktionsumfang, doch bei genauerem Hinschauen erkennt man, dass meist eine Registrierung und ständige Verbindung zum Online-Dienst des jeweiligen Herstellers notwendig ist. Dies ist für mich jedoch nicht akzeptabel. Zum einen hat es niemand zu interessieren, welche Musik ich höre, und zum anderen kann ich das Angebot nicht nutzen, wenn die Server des Anbieters mal nicht verfügbar sind.

Gestern bin ich auf die Logitech Squeezebox Classic aufmerksam geworden.

 

Logitech Squeezebox Classic

Das Konzept dabei ist ähnlich: Man „kann“ sich online bei einem Portalservice registrieren und dort seine Internetradio-Sender verwalten bzw. über die Squeezebox abrufen. Doch es ist kein MUSS, sondern ein „kann“. Der große Vorteil hier liegt darin, dass die Portalsoftware SqueezeCenter kostenlos und Open-Source ist. Diese Software kann man auch im lokalen Netzwerk betreiben und ist somit nicht von einem Online-Anbieter bzw. dessen Verfügbarkeit abhängig.

Was mir hier jedoch besonders gut gefallen hat, ist die Möglichkeit sich das gesamte Konzept vor dem Kauf in aller Ruhe anzuschauen und die Funktionsweise auszuprobieren. Alles was man dazu braucht ist zum einen die Serverkomponente SqueezeCenter und als Squeezebox-Hardwareersatz kann man sich den SoftSqueeze-Player installieren. Mit diesen beiden Komponenten kann man den gesamten Funktionsumfang bereits austesten.

Das Logitech SqueezeCenter

… ist die zentrale Serverkomponente und ermöglicht den Zugriff auf die bereits existierende Musiksammlung. Wie bereits erwähnt ist dies eine Open-Source-Software, welche mittels Perl entwickelt wird und bereits heute für eine Vielzahl von Plattformen (wie z.B. Windows, Linux, Mac OS X oder NetGEAR ReadyNAS) vorhanden ist.

Auf SqueezeCenter greift man ganz einfach über einen Webbrowser zu und kann z.B. die gewünschte Musik suchen/abspielen aber auch sämtliche Einstellungen der Hardware selbst vornehmen.

Im Bild befindet sich auf der linken Seite eine Navigationsstruktur, die identisch der Navigation im Gerät ist. Somit muss man sich nicht zwischen Weboberfläche und Gerät umgewöhnen. Rechts befindet sich ein Player, welcher den aktuellen Zustand der Squeezebox anzeigt. So kann man z.B. den aktuellen Titel ablegen, die Lautstärke ändern oder einfach einen anderen Titel abspielen. Hat man mehrere Geräte, z.B. für mehrere Räume, so kann man diese aus einer Liste oben rechts auswählen (im Bild ist hier SoftSqueeze gewählt).

SoftSqueeze zum Testen

Da ich das Gerät noch nicht besitze, benötige ich ein Alternative für den Test. SoftSqueeze ist genau dafür gedacht. Es ist zwar eine Software, verhält sich aber genau wie die echte Hardware. So kann man z.B. das Zusammenspiel zwischen SqueezeCenter und Squeezebox testen oder den Umgang mit der Fernbedienung ausprobieren.

Oberfläche von Softsqueeze

Doch doch. Im Bild ist wirklich die Oberfläche der Anwendung zu sehen. Und jede Taste ist funktionsfähig. Man kann z.B. mit dem Steuerkreuz durch die Menüstruktur navigieren, Titel suchen und abspielen. Die Fernbedienung entspricht 1:1 dem Original (soweit ich das momentan beurteilen kann, denn das Original hab ich ja noch nicht). Die Software muss nicht auf dem selben System wie SqueezeCenter installiert werden. Man kann hier irgendeinen Rechner verwenden. Es wird lediglich einen Netzwerkverbindung zum SqueezeCenter-Server benötigt. Und schon kann man auf seine eigene Musiksammlung zugreifen und diese hören.

Die Bestellung ist raus

Von dieser Lösung bin ich bisher vollkommen begeistert. Schon allein die Tatsache, dass hier Open-Source-Software zum Einsatz kommt und ich somit die Möglichkeit der Anpassung habe, ist wunderbar. Das gibt mir die Möglichkeit, vielleicht eine abgespekte Version des SqueezeCenters auf meinem aktuellen Internet-Router einsetzen zu können.

Dass ich eine zusätzlich Software auf einem separaten System benötige war für mich zunächst ein großer Nachteil. Schöner wäre es, wenn das Gerät –wenn auch mit geringerem Funktionsumfang — ohne diese Zusatzkomponente betrieben werden könnte (das Speichern und hören von 10 Internet-Radiosendern würde mir da schon fast reichen :-)). Aber im Vergleich zu anderen Lösung ist das noch immer die flexibelste. Auf die vielen kleinen Funktionen bin ich hier absichtlich noch nicht eingegangen. Aber was ich bis jetzt schon gesehen habe läßt „fast“ keine Wünsche offen. Und falls doch, kann man ja den Versuch wagen und das Fehlende hinzuprogrammieren.

Ein unfangreicher Test wird auf jeden Fall folgen und ich werde hier wieder darüber berichten. Hier noch ein Video von Logitech wo die Geräte aus der Squeezebox-Reihe vorgestellt werden.

Logitech Squeeze Box Showcase

Links

Logitech Squeezebox Classic
Software – SqueezeCenter Download Page
Software – SourceForge SoftSqueeze Page

Ich empfehle jedem, das auch mal zu probieren. Viel Spass dabei.